Ansichten

Ich bin mit dem Verlauf und mit dem was ich bis jetzt im Leben erreicht habe sehr glücklich. Das schließt meinen persönlichen Lebensweg, mein Familienleben und mein bisheriges Arbeitsleben mit ein.

Hieraus ergibt sich auch mein Ansatz für meine politische Arbeit, ich möchte dass auch Andere das von sich sagen können. Deshalb ist einer meiner Schwerpunkte der Bereich Arbeit, Gesundheit und Soziales.
Zur richtigen Einordnung gehört für mich das Bewusstsein, nicht das Maß aller Dinge zu sein, einen demütigen Blick auf alles zu haben.

Die Verpflichtung, die jedes Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen bei Mandatsbeginn ablegt, halte ich dabei für sehr treffend:

“Die Mitglieder des Landtags von Nordrhein-Westfalen bezeugen vor dem Lande, dass sie ihre ganze Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, die übernommene Pflicht und Verantwortung nach bestem Wissen und Können erfüllen und in der Gerechtigkeit gegenüber jedem Menschen dem Frieden dienen werden.

Zusätzlich fühle ich mich in meiner Arbeit jedem hier in Nordrhein-Westfalen lebenden Menschen verpflichtet.

Ruheinseln

Als Gegenpol, oder nennen wir es Ruheinsel, mag ich im Besonderen die gemeinsamen Ausflüge mit meiner Familie. Sei es eine Radtour, oder ein Spaziergang im Westpark im Westfalenpark oder im Fredenbaumpark oder eine Tour im Hochseilgarten. Das erdet mich und bewahrt mich davor abzuheben. Und ab und an braucht es einen gewissen Abstand um die eigene Arbeit bewerten zu können.

Generell erwarte ich viel und manchmal auch zu viel von anderen und von mir selbst. Nach einem Arbeitstag von z.B. acht Stunden oder zehn oder mehr ;-), habe ich oft das Gefühl wenig bzw. zu wenig getan zu haben. Daran muss ich noch arbeiten. Den richtigen Moment zum loslassen finden. Das klingt einfacher als es ist. In einer Welt, in der Arbeitsleben und Freizeit dank Digitalisierung und ständiger Erreichbarkeit immer mehr ineinander übergehen wird die Selbstbeschränkung immer wichtiger.

Wer bin ich

Mir ist mal die Frage gestellt worden, wo ich mich in 10 Jahren sehe. Meine Antwort ist, dass ich da nicht drüber nachdenke. Für mich wird sich ein Weg finden. Entscheidend für meine Arbeit ist, was ich positives für die Entwicklung unserer Gesellschaft beitragen kann. Ich will das Jetzt nutzen um so viel in die richtige Richtung zu bewegen wie möglich.

Ein Weg mich selbst zu beschreiben, ist die Verknüpfung mit Adjektiven. Ich bin humorvoll und emotional und ich kann Selbstironie. Manchmal bin ich verbissen, aber immer positiv denkend. Ich rede gern, manchmal auch viel oft auch zu viel. Und ich genieße dieses Lebe auch gern. Dass gilt sowohl für ein gutes Essen, guten Tee, guten Rum, als auch für einen wunderbaren Abend mit Freunden und/oder der Familie.

Was mich nervt

Was ich wirklich schlimm finde ist Gleichgültigkeit und Rücksichtslosigkeit. Im Besonderen provokantes „alle Anderen sind mir egal“ Verhalten. Wenn wir uns gegenseitig mit Respekt und Wertschätzung behandeln, ist die Welt für alle ein besserer Ort.

Ökonomie und Ökologie

Ich glaube, dass diese Faktoren sich nicht ausschließen. Allerdings müssen auf politischem Wege entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Unternehmen dürfen und sollen Gewinne generieren. Ich meine damit aber nicht ungehemmtes Wachstum um jeden Preis, sondern ein gesundes und nachhaltiges. Hier ist noch viel Arbeit nötig und ich werde mich immer dafür einsetzen in diese Richtung zu wirken. Eine fortschreitende Automatisierung führt auch immer mehr zu einem Ungleichgewicht zwischen dem Ertrag aus eigener Hände Arbeit und dem Ertrag aus bereits bestehendem Kapital. Diese Ungleichgewicht gibt es in der Menschheitsgeschichte schon lange. Durch den technologischen Fortschritt wird diese Ungleichgewicht sich immer mehr zum Ertrag aus Kapital neigen und diejenigen, die auf Ertrag aus eigener Hände (auch Köpfe) Arbeit angewiesen sind immer weiter benachteiligen, da es den Bedarf danach einfach nicht mehr in der Menge geben wird. Und da darf auch die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt täuschen, die weiter sinkende Arbeitslosenzahlen prognostiziert. Diese Situation ist bedingt durch unseren immensen Außenhandelsüberschuss und durch eine schrumpfende Erwerbsbevölkerung. Schwächen sich diese beiden Faktoren ab und nimmt der Faktor technologischer Fortschritt weiter zu, wie er es in den letzten Jahren getan hat, wird sich die Verteilungsfrage erneut stellen. Und sollte unsere Gesellschaft darauf nicht vorbereitet sein, wird die darauf folgende gesellschaftliche Umwälzung dramatische Folgen haben. Da arbeite ich dann lieber frühzeitig daran mit, das sich unsere Gesellschaft friedlich und konsensual auf die zwangsläufigen Veränderungen vorbereitet.

Zu guter Letzt

Ich werde weiter daran und dafür arbeiten eine gerechtere Gesellschaft möglich zu machen. In der alle eine Chance haben, etwas aus sich und ihrem Leben zu machen. Ich möchte dass jeder Mensch den Grad an Zufriedenheit erlangen kann, den er für sich wünscht. All das werde ich nach bestem Wissen und Gewissen weiterverfolgen. Politisch solange ihr mir den Auftrag dafür erteilt und privat sowieso.

Torsten Sommer